Verpflichtend SIM-Karten in allen Neuwagen

“eCall”: Ab jetzt soll auf eine EU-Verordnung hin jeder Neuwagen mit Mobilfunk für den Notfall ausgestattet sein. Dies soll Krankenwagen und anderen Rettungskräften ermöglichen, schneller an den Unfallort zu kommen. Kritiker sehen Überwachungspotential.

Ab dem ersten April müssen diese eSim-Karten in allen Neuwagen verbaut sein. Wenn bei einem Unfall beispielsweise ein Airbag ausgelöst wird, soll das System automatisch mit dem Notruf in Verbindung treten. Darauhin können entweder das Unfallopfer oder der Borcomputer mit dem Notruf kommunizieren, Position übermitteln, schnellere Versorgung ermöglichen.

Auch wenn die Gründe für die Einführung der eSim-Karte nobel sind, sehen Datenschützer und Journalisten massive Probleme. Mit der eSim-Karte lassen sich lückenlose Bewegungsprofile erstellen, auch andere Sensor-Daten als die Position werden gespeichert und übermittelt – beispielsweise, ob der Fahrer angeschnallt war. Das Missbrauchspotential ist also groß, unter anderem da das geschlossene System eine unbekannte Größe darstellt, was die Sicherheit angeht. Ortungs- und potentielles Abhörgerät zugleich, wird die eSim-Karte es Journalisten, Menschenrechtlern und Verfolgten unmöglich machen, im Auto frei zu kommunizieren – so Cornelia Haß, JournalistInengewerkschaft DJU.

 

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