Tschetschenien: Mord an Homosexuellen geht weiter

Weitreichende anti-homosexuelle Kampagnen pferchen Menschen in Tschetschenien in Arbeitslager. Betroffene müssen Folter, Ächtung und Tod fürchten.

Vor Kurzem wurden fast hundert Menschen gefangen genommen, dabei gibt es mindestens drei Todesfälle. Insgesamt wurden in Tschetscheniens Kampagne mittlerweile fast zwanzig Menschen ermordet. Die Zahl an Festnahmen und Folterungen ist allerdings erheblich höher.

Mitte des Monats gab es in London Demonstrationen vor der russischen Botschaft – gegen die Verfolgung, gegen den Hass. Rund vierhundert Demonstranten appellierten an Russland, die Verfolgung in Tschetschenien zu stoppen. Die Antwort ist denkbar ernüchternd – Verfolgung von Homosexuellen gäbe es nicht, denn es gäbe keine Homosexuellen in Tschetschenien.

You can’t detain and harass someone who doesn’t exist in the republic – Regierungssprecher

Demonstranten klagten nicht nur die Verfolgung und Ermordung Homosexueller an – Die Regierungen Englands und anderer Staaten machen sich mitschuldig, wenn sie in Länder ausliefern, in denen Andersdenkende Folter und Tod fürchten müssen.

Nun gibt es weitere erschreckende Nachrichten – einem britischen Offiziellen zufolge verfolgt der tschetschenische Präsident Kadyrow einen Plan, die Homosexuellen und Andersdenkenden des Landes zu vernichten. Kadyrow ist enger Verbündeter Putins, der ebenfalls anti-homosexuelle Gesetze und Initiativen förderte – zum Extremismus Kadyrow’s fehlt ihm aber noch Etwas.

 

Quellen:

 

MIC.com

BBC

NBC

 

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