Markus Söder auf dem CDU-Parteitag 2019. © Olaf Kosinsky, Wikimedia Commons.

Söder: Verbrenner-Verbot nach Modell Kalifornien

Der US-Bundesstaat Kalifornien war zuletzt in den Nachrichten, weil dort die Neuzulassung von Verbrennermotoren ab 2035 verboten wird. Dieser Impuls findet nun unerwarteten Zuspruch vom bayrischen Ministerpräsidenten.

Kalifornien hat’s vorgemacht: Legislatur zum Verbot neuer Verbrennermotoren ab 2035, Beschränkung von Verbrennern auf den Gebrauchtwagenmarkt, Förderung von klimaneutralen Fahrzeugen. Vollkommen unerwartet zeigt sich nun Markus Söder der Idee nicht abgeneigt, und fordert zusammen Mit Dirk Messner, dem Präsidenten des Umweltbundesamtes, ein Enddatum für die Neuzulassung von Benzin- und Dieselfahrzeugen. Auch hier orientiert er sich an Kalifornien – “Das, wie es in Kalifornien gewesen ist, erscheint mir ein sehr gutes Datum dafür zu sein.”

Was zuerst, wie auch die Nachricht aus Kalifornien, sehr drastisch wirkt, entpuppt sich allerdings schnell als recht vorsichtig – bis dieses Datum erreicht ist, fordert Söder nämlich noch immer eine Autokauf-Prämie, oder ein Äquivalent, für den Kauf von Verbrenner-Autos. Dies könne entweder mit Gutscheinen oder Recyclingprämien verbunden werden, um dann bis 2035 den Kauf eines noch moderneren, emissionsfreien Autos zu ermöglichen. Dass das sprichwörtliche Verscherbeln von Benzinern für einen Zeitraum von fünfzehn Jahren, ab dem dann der Kauf von emissionsfreien Autos subventioniert werden soll, nicht nachhaltig ist, liegt auf der Hand. Auch die FDP wies auf den Widerspruch hin:

Erst bei Autoherstellern mit Kaufprämien für Verbrennungsmotoren punkten wollen, aber dann ein Produktionsverbot verlangen. Typisch Söder!

Marco Buschmann, Twitter

Quellen: NTV, Tagesspiegel, Tagesschau

 

 

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.