Nawalny-Vergiftung von Ausländischen Laboren Bestätigt

Nach der plötzlichen, schweren Erkrankung der Oppositionsfigur bestätigten deutsche Ärzte den Vergiftungsverdacht. Dies wird nun international von anderen Laboren bekräftigt– damit ist Nawalny der neueste Fall in einer langen Kette von Angriffen auf Oppositionsfiguren in Russland.

Mittlerweile haben drei Labore (in Frankreich, Schweden und Deutschland) unabhängig voneiner bestätigt, dass Nawalny mit einem “Nervenkampfstoff aus der Nowitschok-Gruppe” (Tagesschau) vergiftet wurde. Bestätigte Vergiftungen mit Nowitschok reichen bis ins Jahr 1987 zurück. Zuletzt war das Gift, im gleichen Zusammenhang, durch den Fall Sergej Skripal in den Medien. Genau wie in jenem Fall macht die Nutzung von Nowitschok, wegen des komplexen Herstellungsprozesses sowie der Entwicklung des Stoffes vom russischen Staat, die Verwicklung desselben extrem wahrscheinlich.

Trotz der unabhängigen Bestätigung mehrerer Labore werden weitere Proben geprüft, z.B. von der OPCW (Organisation for the Prohibition of Chemical Weapons).

Nach seiner Vergiftung und einem kurzen Aufenthalt in Sibirien wurde Nawalny in die Berliner Charité gebracht. Mittlerweile ist er aus dem künstlichen Koma heraus und ansprechbar. In Hinblick auf vergangene Fälle sind schwere Langzeitfolgen allerdings nicht auszuschließen. Moskau lehnt weiterhin jegliche Verantwortung ab.

Quellen: Süddeutsche, Tagesschau, Sächsische Zeitung

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