Kinderehen in Deutschland

Vor Kurzem machte ein Fall aus Düsseldorf Schlagzeilen: Eine fünfzehnjährige bekam die Erlaubnis des Jugendamtes, zu heiraten.

Dabei stellt sich die ewige Frage nach dem Ziehen der Grenze. Kinderehen sollen verboten sein, im Fall der Fünfzehnjährigen wurde aus verschiedenen Gründen für die Ehe geurteilt: Da aus der Beziehung Nachwuchs entstand sollte das Kind nicht von seinem Vater getrennt werden. Außerdem müsse im Falle einer Trennung die Vaterschaft erneut nachgewiesen werden, und solcherlei Umstände sollten dem Mädchen erspart bleiben.

Nach offiziellen Stellen beginne Kindeswohlgefährdung bei Vierzehnjährigen (beziehungsweise hört dort auf). Zukünftig sollen Ehen, bei denen eine Parte bei Heirat jünger als 16 war, automatisch nichtig sein. Im Fall der Fünfzehnjährigen aus Düsseldorf wird dabei ein Auge zugedrückt. Die Entscheidung trifft auf wenig Verständnis.

Quelle: rp-online.de

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