Fridays for Future in Wien 2019. © User "Arquus", Wikimedia Commons.

“Fridays for Future”: Heute Klimastreik in über 400 Städten

#KeinGradWeiter – mit diesem Hashtag mobilisieren und verbreiten Anhänger und Organisateure der Klimabewegung die heutige Aktion. Weltweit sind über 2500 Demonstrationen geplant, allein in Deutschland sollen über 400 stattfinden.

Zuletzt war es ruhig geworden um Fridays for Future, auch weil das Coronavirus wirksame Demonstrationen und Versammlungen unterbunden hat. Nun sei es allerdings wieder Zeit, auf die Straße zu gehen – der Umgang der Regierung mit der Coronakrise habe gezeigt, dass es möglich ist, durchzugreifen und die nötigen Schritte zu gehen.

Das müssen wir das jetzt im Gedächtnis abspeichern, um diese Art der Krisenbewältigung später einfordern zu können

Luisa Neubauer im Interview mit der Tagesschau

Zwar gibt es kürzliche Entwicklungen, die Fridays for Future zweifellos befürwortet – die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes ist eine davon, allerdings nicht unumstritten. Zwar sieht Peter Altmaier darin die Weichen für eine “moderne, bezahlbare, aber eben auch wirksame Energiewende”, für viele Aktivisten ist die Reform allerdings eine “Klimaschutzbremse”, die der dreckigen Kohleenergie noch zehn Jahre lang einen Anteil von 50% einräumt. Insofern steht die Reform stellvertretend für das, was Fridays for Future immer wieder bemängelt: Die Schritte sind zu klein, und zu spät, selbst wenn sie in die richtige Richtung gehen.

Mit diesem Status möchte sich die Bewegung nicht zufriedengeben, und jetzt wieder weltweit Präsenz zeigen. Langfristig möchten Anhänger selbst in die Politik, um am Entscheidungsprozess direkt mitzuwirken.

Eine Kartenansicht der heutigen Demonstrationen findet ihr hier.

Quellen: Tagesschau, NTV, NDR

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