EU-Grenzwerte: 28 Verfahren gegen deutsche Städte

Die deutsche Umwelthilfe (DUH) verklagt elf weitere deutsche Städte wegen Überschreitung der EU-Grenzwerte für saubere Luft. Damit steigt die Zahl der Verfahren auf achtundzwanzig. Neu hinzu kommen Dortmund, Bochum, Düren, Paderborn, Offenbach, sowie in Baden-Württemberg Heilbronn, Ludwigsburg, Backnang, Esslingen, Marbach und Reutlingen. 

Zuletzt befasste sich das Bundesverwaltungsgericht mit der Luftqualität in Düsseldorf und urteilte: Diesel-Fahrverbote sind als letztes Mittel der Stadt zulässig. Bei den Klagen der deutschem Umwelthilfe geht es größtenteils um die Belastung der Luft mit Stickoxiden, die in Ballungsräumen zu einem großen Teil von Diesel-Fahrzeugen ausgehen.

Die deutsche Umwelthilfe äußerte sich in einer Pressemitteilung zu den weiteren Verfahren und klagt an, dass trotz der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts die betroffenen Städte weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität vermeiden.

Nach den ersten Diesel-Fahrverboten ab April in Hamburg rechnet die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ab Herbst 2018 mit Aussperrungen der schmutzigen Diesel in vielen weiteren Städten in Deutschland – ClientEarth unterstützt fünf der elf Klagen

Pressemitteilung

Eine Einhaltung der EU-Grenzwerte sei nur möglich, wenn betroffene Städte umgehend Maßnahmen wie Diesel-Fahrverbote ergreifen. Diesel-Fahrzeuge, so die deutsche Umwelthilfe, tragen jährlich zu mehr als 800.000 Asthma-Neuerkrankungen sowie 13.000 vorzeitigen Todesfällen bei.

Pressemitteilung der DUH

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