Drei Urgesteine des Internets – und warum es sie noch gibt

Das Internet hat sich gemacht – das einst unmoderierte Piratenparadies ist mittlerweile genau so langweilig wie all der andere Scheiss. Aber einige Dinge ändern sich nie – hier sind drei davon.

1. Torrents

Totgeglaubte leben länger, dafür sind Torrents ein guter Beweis. Das oft für überholt gehaltene p2p Protokoll gibt es mittlerweile seit sechzehn Jahren, und trotz riesiger Kampagnen gibt es einen stetigen Fluss an neuen Communities die sich dem Filesharing verschrieben haben. Bittorrent wurde wegen seiner vergleichsweise kleinen Übertragungsraten oft belächelt, mittlerweile ist das allerdings kein Problem mehr. Die serverlose Distribution digitaler Güter zeigte sich erheblich hartnäckiger als Oneclickhoster und Co – thepiratebay ist nur der populärste Vertreter.

 

2. 4chan

Die Entwicklung von 4chan war in den letzten Jahren recht interessant zu beobachten – das Königreich der Shitposts konnte nicht nur mit diversen manipulierten Umfragen und Hacks glänzen, sondern auch mit weitreichenden Desinformationskampagnen. Tatsächlich gibt es nicht wenige, die überzeugt sind Präsident Trump hätte einen großen Teil seines digitalen Einflusses nur 4chan zu verdanken. Ob dem so ist oder nicht, 4chan hat mittlerweile selbst Christopher Poole überlebt, und treibt unter neuem Besitzer weiter sein Unwesen. Dennoch gab es in den letzten Jahren einige mehr oder minder erfolgreiche Abspaltungen wie 8chan und Krautchan.

 

3. IRC

Der Internet Relay Chat – ein Relikt von 1988. Die Bedienung und Benutzung von IRC scheint vielen heutzutage kompliziert und veraltet, mit überladenen Clients und millionen Funktionen. Dennoch ist die Community weit vom Tod entfernt und mit neuen Servern wie Snoonet haben auch viele Nutzer neuerer Communities den Weg ins IRC gefunden.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.